20 Jahre wellcome Dresden: Wir haben mit vielen Gästen gefeiert, zurückgeblickt und unsere Ehrenamtlichen gewürdigt – ein rundum gelungener Tag.
Am 22. April 2026 haben wir im Kleinen Saal der Dreikönigskirche Dresden gemeinsam 20 Jahre wellcome – Praktische Hilfe nach der Geburt in Dresden gefeiert. Es war für uns als Team ein besonderer Moment, diesen Weg zusammen mit so vielen Wegbegleiter*innen, Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen zu würdigen.
Unsere Ehrenamtlichen unterstützen seit 2006 Familien in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt – ganz praktisch im Alltag. Bis heute sind so 575 Familien begleitet worden, getragen von 160 engagierten Frauen, die insgesamt über 19.000 Stunden ihrer Zeit geschenkt haben. Diese Zahlen beeindrucken uns selbst immer wieder, weil sie zeigen, wie viel konkrete Hilfe und Nähe dahintersteckt.
Die Veranstaltung begann mit einer herzlichen Begrüßung durch Anja Stephan, Teamleitung der Familienbildung in der LOUISE, die die Bedeutung des Projekts für die Region unterstrich. In ihrem Grußwort würdigte Staatsministerin Petra Köpping die unverzichtbare Rolle ehrenamtlicher Strukturen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Unterstützung junger Familien.
Ein bewegender Rückblick der Malwina-Geschäftsführerin Kerstin Lies sowie ein Filmbeitrag ließen die Entwicklung und die vielen persönlichen Geschichten hinter dem Projekt lebendig werden. Besonders eindrücklich wurde dabei, wie aus einer Idee ein tragfähiges Netzwerk gewachsen ist, das bis heute wirkt.
Mit wertschätzenden Worten richtete sich auch Rose Volz-Schmidt, Gründerin der wellcome gGmbH, an die Gäste und betonte die bundesweite Bedeutung des wellcome-Ansatzes als niedrigschwellige Hilfe für Familien.
Ein zentraler Programmpunkt war die Podiumsdiskussion zum Thema: „Sichert ehrenamtliche Unterstützung von Familien den gesellschaftlichen Zusammenhalt?“ mit Thomas Früh (Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Teilhabe des SMS), Rose Volz-Schmidt (Gründerin der wellcome gGmbH), Dr. Christiane Solf (Professorin für Bildung und Erziehung in der Kindheit mit Schwerpunkt Arbeit mit Familien der ehs Dresden) und Sabine Alschner (wellcome-Koordinatorin der Dresdner Standorte). Politik, Wissenschaft und Praxis diskutierten engagiert und differenziert. Deutlich wurde dabei: Ehrenamtliches Engagement ist weit mehr als eine Ergänzung staatlicher Leistungen – es ist ein tragender Pfeiler für soziale Stabilität, Teilhabe und gegenseitige Verantwortung.
Was uns besonders gefreut hat: Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv. Viele haben die Mischung aus fachlichem Austausch, persönlichen Einblicken und der angenehmen und kurzweiligen Atmosphäre hervorgehoben. Der Film und die unterschiedlichen Perspektiven auf dem Podium wurden als inspirierend und abwechslungsreich wahrgenommen.
Für uns war die Danksagung an unsere Ehrenamtlichen einer der wichtigsten Momente. Ohne sie gäbe es wellcome in dieser Form nicht.
Beim anschließenden Imbiss war dann Zeit für Gespräche, Wiedersehen und neue Kontakte – genau das, was wir uns für diesen Tag gewünscht haben.
Am Nachmittag ging es dann für uns in der LOUISE weiter: Wir haben unsere Ehrenamtlichen zu einem kleinen Ausklang eingeladen – mit Zeit zum Anstoßen, Austauschen und einfach Zusammensein. Bei Speis und Trank wurde viel erzählt, gelacht und zurückgeblickt. Auch unser Film lief noch einmal und hat nochmal für viele schöne und berührende Momente gesorgt. Für uns war das ein richtig stimmiger Abschluss dieses besonderen Tages.
Diese beiden Veranstaltungen waren für uns mehr als ein Jubiläum. Sie haben nochmal deutlich gemacht, was in den letzten 20 Jahren entstanden ist und wie viele Menschen daran Anteil haben. Dafür sind wir sehr dankbar und gehen mit viel Motivation in die nächsten Jahre.






